gewinnt Stipendiums der Studienstiftung des Deutschen Volkes!
Frau Niederhagen hat ein schriftliches Interview mit Anna Elina Schlick geführt: 
Wie kam es dazu? und: Welche Kriterien muss man erfüllen, um ein solches Stipendium zu bekommen?
Für das Stipendium wurde ich nach meinem Abitur von der Schule vorgeschlagen. Daraufhin wurde ich von der Studienstiftung aufgefordert, mich mit einem ausformulierten Lebenslauf für ein Auswahlseminar zu bewerben. Dieses fand etwa sechs Monate später von Freitag bis Sonntag in einer Jugendherberge in Bochum statt.
Im Auswahlseminar nahm ich an vier Gruppendiskussionen teil, wobei ich zu einer davon selbst einen Vortrag vorbereiten und die Diskussion moderieren musste. Zusätzlich gab es zwei Einzelgespräche, von denen eines mit einem Kommissionsmitglied geführt wurde, das meinem Studienfach nahestand, und ein weiteres mit einem fachfremden Gutachter.
Aber auch ohne eine Nominierung durch die Schule gibt es Möglichkeiten, ein Stipendium zu erhalten, beispielsweise durch eine Selbstbewerbung oder durch einen späteren Vorschlag seitens der Universität.
Worin besteht die Förderung durch die Studienstiftung und worin besteht der Gewinn für Sie ganz persönlich?
Die Förderung der Studienstiftung besteht einerseits aus einer monatlichen finanziellen Unterstützung und andererseits aus einer ideellen Förderung. Die Studienstiftung verfügt über ein weitreichendes, teilweise sogar internationales Netzwerk, durch das Kontakte und Beziehungen geknüpft werden können.
Der Austausch mit anderen Menschen ist der Studienstiftung ein besonderes Anliegen. So werden beispielsweise Sommercamps organisiert, die den Austausch auch außerhalb des eigenen Studienbereichs ermöglichen, und Sprachkurse sowie Auslandsaufenthalte werden finanziell unterstützt. Zudem habe ich einen Vertrauensdozenten, den ich bei akuten Fragen jederzeit ansprechen kann.
Für mich persönlich bedeutet das Stipendium vor allem, dass ich mich freue, von diesen vielfältigen Möglichkeiten profitieren zu können. Bereits während des Auswahlseminars habe ich es sehr genossen, mit anderen Menschen und ihren unterschiedlichen Meinungen in den Austausch zu treten und dadurch meinen eigenen Blickwinkel zu erweitern.
Zudem gibt mir das Stipendium auch ein gewisses Maß an Sicherheit und Freiheit, da ich mich dadurch vollständig auf mein Studium konzentrieren kann.
Wie sieht Ihr Leben im Moment aus? Inwieweit unterscheidet es sich von Ihrem Schülerinnenleben?
Im Unterschied zu meiner Schulzeit wohne ich inzwischen seit einem halben Jahr allein in Aachen. Da mein Alltag an der Universität mit Pflichtpraktika, Vorlesungen und Übungen dem Schulalltag in gewisser Weise ähnelt, liegt der größte Unterschied vor allem im inhaltlichen Anspruch.
Das Studium der Luft- und Raumfahrttechnik bereitet mir große Freude und entspricht deutlich stärker meinen persönlichen Interessen, als es die Schule zuvor getan hat. Ich sehe es als große Bereicherung, die Möglichkeit zu bekommen, mich voll und ganz auf mein Interessensgebiet im Studium konzentrieren zu können. Außerdem bin ich inzwischen Teil des Space Team Aachen, bei dem ich an der Entwicklung und dem Bau einer Rakete mitarbeiten darf.
War das Abitur schwer für Sie?
Am Abitur fand ich es am schwierigsten, mit dem im Vorfeld aufgebauten Druck umzugehen. Inhaltlich waren die Anforderungen rückblickend jedoch geringer als erwartet. Insgesamt würde ich sagen, dass das Abitur deutlich weniger schlimm ist, als es oft dargestellt wird.
Was sind Ihre Hobbys?
In meiner Freizeit beschäftige ich mich inzwischen sehr gerne mit Mathematik, momentan insbesondere mit linearer und abstrakter Algebra sowie Numerik. Natürlich ist das schon erwähnte Space Team ebenfalls ein großer Teil meines Lebens und ich verbringe viel Zeit damit in unserer Testanlage mitzuarbeiten. Wenn ich es schaffe, gehe ich auch gerne Joggen.
Was würde Sie interessierten und was würden Sie aufgeweckten Schülerinnen und Schülern unserer Schule ans Herz legen bzw. empfehlen?
Ich würde ihnen empfehlen, ihre eigenen Interessen zu verfolgen und sich innerhalb und außerhalb der Schule nach Möglichkeiten umzusehen, die diese Interessen fördern können. Mir hat besonders unser schulisches Forder- Förder- Projekt geholfen, bei dem ich mich jedes Jahr mit einem neuen Thema intensiv beschäftigen konnte. Dieses hat mich im Endeffekt auch zu meinem Studiengang gebracht.
Die Stiftung schreibt „besondere Begabung ist mit besonderer Verantwortung verbunden“ - worin sehen Sie Ihre Verantwortung?
In erster Linie sehe ich gerade meine Verantwortung darin, zunächst mein Studium erfolgreich abzuschließen.