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Schülerinnen und Schüler aus Solingen sind Bundessieger beim
Jugendwettbewerb „Jugend mit unendlicher Energie“

Bundesumweltminister Jürgen Trittin ehrt Jugendliche des Gymnasium Vogelsang

1„Der Ausbau Erneuerbarer Energien ist auch ein Stück Zukunftssicherung für die Jugend. Schülerinnen  und Schüler haben mit viel Engagement und Kreativität gezeigt, wie groß die Potentiale von Wind, Wasser, Sonne, Biomasse und Geothermie sind“, sagte Trittin in Berlin. Er ehrte dort am Montag, 4. Oktober, im Ludwig-Erhard-Haus die zehn Bundessieger des Wettbewerbs „Jugend mit unendlicher Energie“, der im Vorfeld der internationalen Konferenz „renewables 2004“ vom Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gestartet wurde. Im Rahmen der Schulaktion haben Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit lokalen Firmen Projekte zum Thema „Erneuerbare Energien“ entwickelt und konkret in ihrem Umfeld umgesetzt.

Unter den Bundessiegern war auch das Gymnasium Vogelsang aus Solingen mit ihrem Projekt „iutu.net“, bei dem arme Dörfer in Brasilien mit Solarstromdächern ausgestattet wurden. Die Schule wurde von Bundesumweltminister Trittin mit 1.000 Euro ausgezeichnet. Außerdem gewann die Schule den Sonderpreis, eine Reise ins Mercedes-Benz-Werk nach Sindelfingen. Der Jubel unter den Jugendlichen war groß.

Trittin ist von der Resonanz des Wettbewerbs begeistert: „Über 4.000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland haben sich mit ihren Projekten beteiligt. Für dieses großartige Engagement möchte ich allen Beteiligten herzlich danken!“.

„Jugend mit unendlicher Energie“ ist eine Initiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit mit dem Ziel, junge Menschen für die erneuerbaren Energien zu begeistern. Lehrkräfte und Jugendliche sollen die erneuerbaren Energien entdecken und dazu gemeinsam mit Unternehmen und Einrichtungen aus den erneuerbaren Energien Ideen entwickeln und Projekte durchführen. Dafür wurde den Schulen ein umfangreiches Unterrichtspaket zugesandt. Unterstützt wurde die Aktion von Daimler Chrysler, dem Bundesverband Erneuerbare Energie e.V., NaturEnergie, Enercon und Solarworld.

Durchgeführt wurde „Jugend mit unendlicher Energie“ vom Zeitbild Verlag, der seit 1990 regelmäßig bundesweite Jugendwettbewerbe organisiert. Aufgrund des großen Erfolgs soll die Aktion fortgesetzt werden.

Weitere Informationen im Internet: www.unendliche-energie.de



Solinger Tageblatt – Mittwoch, 6. Oktober 2004

Minister-Lob für Vogelsänger

Eine Schülergruppe vom Gymnasium Vogelsang ist Bundessieger beim Wettbewerb „Jugend mit unendlicher Energie".

Von Anja Schmid

Witzig sei er und sympathisch, sagt Katharina Welzel (17) über Bundesumweltminister Jürgen Trittin. 2Am Montag war sie mit anderen Schülern vom Gymna­sium Vogelsang in Berlin, um sich vom Minister persönlich einen Preis abzuholen: Die Solinger Schule ist unter den zehn Bundessiegern des Wettbewerbs „Jugend mit unendlicher Energie" (ST be­richtete). Für ihre Beteiligung am Projekt „iutu.net", für das sie brasilianische Dörfer mit Solaranla­gen ausstatten, bekamen die Vogelsang-Schüler 1000 Euro und obendrauf eine Fahrt ins Merce­des-Benz-Werk nach Sindelfin­gen. „Wir sind sehr stolz auf dieses Projekt", freut sich Schulleiter Klaus Bailly.

579 Projektgruppen hatten ihre Beiträge für den Wettbewerb ein­gereicht, zehn wurden bundesweit ausgewählt. Dass es für sie ganz gut aussah, ahnten die Solinger bereits im Juni, als sie ihr Projekt bei der Woche der Umwelt des Bundespräsidenten in Bonn vorstellen durften. „In Berlin wurden jetzt ganz unterschiedliche Sachen ausgezeichnet“, berichtet Dshamilja Nebgen (17). „Auch ein Solarstrom-Zaun, der Schnecken abwehrt, war dabei.“

Das interkulturelle Projekt „Iutu.Net“, an dem mehrere Schulen beteiligt sind, gibt es schon seit 1999: Schüler aller Jahrgangsstufen am Vogelsang sammeln dafür Geld – etwa mit Sponsorenläufen oder einem „Job-Day“, bei dem die Schüler für den guten Zweck arbeiten. Allein bei letzterem seien rund 7000 Euro zusammengekommen, berichtet Lehrer Bodendorf. „Außerdem sammeln wir Sachen und versteigern diese dann im Internet“, erzählt Benedikt Bodendorf (15).

Bereits vier Mal waren die Solinger Schüler in Brasilien, um dort Solaranlagen zu installieren. „Es war eine gute Erfahrung, selbst so etwas aufzubauen. Und Spaß gemacht hat es auch", er­zählt Mareike Voget (17). Rund 120 Häuser in der Nähe von Rio de Janeiro beziehen dort nun dank Solinger Hilfe Strom aus Sonnenenergie. Der Indianer­stamm der Tremembé wurde mit einer solarstrombetriebenen Wasserpumpe unterstützt. Die Kontakte vor Ort stellt ein deut­scher Pater her. „Er spricht mit den Familien und stellt eine Inte­ressentenliste auf", erzählt Dirk Bodendorf. Zum Konzept gehöre, dass die Familien mit Solaranla­gen auf dem Dach Geld in einen Fonds einzahlen - so viel wie sie sonst für Batterien oder andere Stromquellen ausgeben müssten.

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