WIR SIND

Pädagogisches Konzept für die Erprobungsstufe

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Lehrereinsatz in der Erprobungsstufe

In der Erprobungsstufe setzen wir seit dem Schuljahr 2009/10 Klassenlehrerteams aus zwei gleichberechtigten Klassenlehrern (1 weiblich, 1 männlich) ein, die beide mit so vielen Stunden wie möglich in der Klasse unterrichten (einschließlich Freiarbeitsstunden, Mittagessensbegleitung usw.). Im Idealfall haben die Fünftklässler mehr als die Hälfte aller Stunden bei ihren Klassenlehrern. So wird ihnen der Übergang von der Grundschule mit ihrem Klassenlehrersystem zum Fachlehrersystem der weiterführenden Schule erleichtert. Die Kinder können jeweils diejenige Lehrkraft zu ihrem Ansprechpartner machen, zu der sie das beste persönliche Verhältnis haben. Die Kooperation zwischen den Lehrkräften wird intensiviert, die umfangreichen Aufgaben der Klassenleitung sind zu zweit leichter zu bewältigen. Ältere Kolleg(inn)en können ihre Erfahrungen an jüngere weitergeben, jüngeren wird es erleichtert, sich in die Klassenleitung einzuarbeiten. Jedes Klassenlehrerteam verfügt über eine Unterrichtseinheit pro Woche zum Sozialen Lernen und für Angelegenheiten der Klasse. Das soziale Lernen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts Lions Quest, in dem alle Klassenlehrer/innen fortgebildet sind. Ferner unterrichten die Lehrkräfte in der Erprobungsstufe, wo immer es möglich ist, in mehr als einer Parallelklasse. Das hat für die Kolleg(inn)en folgende Vorteile: – konzentrierte Unterrichtsvorbereitung mit der Möglichkeit zu effektiver Materialerstellung – leichtere Kommunikation auf Jahrgangsstufen-Ebene – Vergleichbarkeit der Bewertungsstandards Für die Schüler/innen ergibt sich der Vorteil, dass nicht nur die einzelne Klasse, sondern auch die gesamte Jahrgangsstufe deutlicher erkennbare Bezugspersonen erhält, die sich im Laufe eines Schultages oft mehrfach im Unterstufenbereich aufhalten und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Kennenlernphase

Schon zu Ende des 4. Schuljahrs, vor allem aber in der Zeit zwischen den Sommer- und Herbstferien der 5. Klasse
findet eine Reihe von Aktivitäten statt, die es den neu aufgenommenen Jungen und Mädchen ermöglichen,

 

  1. sich innerhalb der Klasse auf unterschiedlichen Ebenen kennenzulernen, Vertrauen und Offenheit zu üben und daraus ihre Gemeinschaft zu bilden
  2. sich in der neuen Schule zu orientieren und sich in deren große Gemeinschaft einzubringen.

 


Vorstellungsnachmittag


An einem speziellen Nachmittag noch vor den Sommerferien lernen die Schüler ihre künftigen Klassenlehrer/
innen persönlich kennen und erfahren, mit wem sie gemeinsam in eine Klasse kommen. Sie und
ihre Eltern erhalten bei dieser Gelegenheit auch Informationen über den Schulbeginn am Gymnasium.

Einführungswoche

Die Schule begrüßt die neuen Schülerinnen und Schüler in einer kleinen Feier, anschließend begleiten
vor allem die Klassenlehrer/innen die Jungen und Mädchen durch die erste Woche und helfen ihnen, sich
in der ungewohnt großen Organisation zurechtzufinden.
Unter der Anleitung älterer Schülerinnen und Schüler als Tutoren erkunden die Neulinge in einer Rallye
Gebäude und Gelände. Außerdem erhalten sie erste Lektionen im Streitschlichtungsprogramm der Schule,
die von den speziell ausgebildeten LehrerInnen gegeben werden.


Aktionswoche


Eine Aktionswoche vor den Herbstferien schließt die Orientierungsphase ab.

Darin haben sich folgende Elemente bewährt:

 

  1. erlebnispädagogischer Aktionstag. Jede Klasse trifft sich über einen Vormittag hinweg in einer Turnhalle, übt unter Anleitung von Sportlehrern Vertrauens- und Kooperationsspiele, isst gemeinsam zu Mittag und bewältigt in Teilgruppen eine gemeinschaftliche Herausforderung.
  2. Verkehrserziehungsprojekt. Eine Elterninitiative hat in Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei ein Sicherheitstraining erarbeitet. Neben theoretischen Schulungen durch die Polizisten erkunden die Schüler/innen die unmittelbare Schulumgebung mit ihren spezifischen Gefahrenpunkten.
  3. Der erste gemeinsame Wandertag rundet diese Woche ab, er wird häufig verbunden mit einem familiären Ausklang am Nachmittag, an
    dem sich nach Möglichkeit die Eltern einfinden. Eine solch frühzeitige Gemeinschaftsaktion auch auf dieser Ebene hat sich als sehr vorteilhaft für die Begleitung der Klassen in den kommenden Jahren erwiesen.


Freiarbeit


Seit 1986 bildet Freiarbeit mit dem Leitsatz „Hilf mir, es selbst zu tun“ ein wesentliches Element der pädagogischen Arbeit am Gymnasium Vogelsang. Mit dem Schuljahr 2009/10 haben wir das Freiarbeitsprofil erneuert. Es wurde inhaltlich, räumlich und personell neu konzipiert und den veränderten Bedingungen eines Ganztagsgymnasiums in G8 angepasst.
Nun werden die Freiarbeitsstunden nicht mehr durch Stundenabgabe aus dem Fachunterricht gewonnen, sondern sind ein ergänzendes unterrichtliches Angebot im Rahmen des Ganztags, und zwar nicht mehr nur fakultativ für einzelne Klassen, sondern obligatorisch für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6.
Dank der personellen Möglichkeiten einer Ganztagsschule betreuen jeweils eine Fachlehrerin/ein Fachlehrer und zusätzlich eine Förderlehrkraft die Kinder. Hinzu kommt ein Elternteil als weitere Aufsicht. Die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler ist in die Freiarbeitsstunden integriert. Bei Lerndefiziten erstellen die Fachlehrer/ innen Förderpläne, an denen die Kinder in den Freiarbeitsstunden selbständig oder betreut vom Förderlehrer arbeiten.

Typisch für Freiarbeit nach Montessori ist die sog. vorbereitete Umgebung, die den Kindern ein breit gestreutes Material- und Themenangebot bietet. Hierfür wurde ein neues Raumkonzept erarbeitet, das die jeweils passende Umgebung bereitstellt, wenn sich die Schüler für Stillarbeit oder Partner- und Gruppenarbeit entscheiden, Zugang zu Nachschlagewerken oder PC und Internet brauchen. Viele der Materialien sind von den Lehrern selbst erstellt, andere käuflich erworben. Die Pflege des Materials wird durch eine engagierte Gruppe von Eltern geleistet, die sich wöchentlich trifft.

Jede Schülerin und jeder Schüler kann sich hier auch über den Unterricht hinaus gezielt auf Klassenarbeiten vorbereiten. Dadurch, dass die Materialien nicht mehr nach Jahrgangsstufen getrennt präsentiert werden, können insbesondere leistungsstarke Schülerinnen und Schüler auf anspruchsvolleren Niveaustufen arbeiten

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